Im Westen nichts Neues

Musikalische Demo - Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Bild 5 Bild 6 - Demo Video bis Bild 7 - Stimmauszüge Gesang - insgesamt.. 12 Bilder.

Hier finden Sie Konzeption und Libretto!

Bild 1

Erläuterungen

Regieanweisung: Soldaten bei der Essensausgabe. - Der todkranke Kemmerich wird hereingetragen.

Triviale Trompeten- und Hornfanfaren leiten Bild 1 ein. Unschlüssige Streicherakkorde antworten, ehe denn ein altes Grammophon mit einem (ironischen) Soldatenlied erklingt.

Das Orchester greift in versetzten Rhythmus das Lied auf, entwickelt daraus das Leitmotiv. Kemmerich fragt nach seiner gestohlenen Uhr; über dem im Kontrabass angedeuteten Choral "Oh Welt ich muss dich lassen" entspinnt sich der Dialog zwischen Kemmerich und Kameraden, die sich von ihm schließlich verabschieden. Die hohen transzendent wirkenden Violinen (über einen alten Bestattungschoral) deuten an, daß dieser Abschied ein endgültiger ist.

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Bild 2

Erläuterungen

Die hohen, sich füllenden Streicherakkorde verdeutlichen Pauls Erinnern an seine Schulzeit. Skurrile Marschrhythmen greifen seine Kritik auf, dass er wie alle Gleichaltrigen in diesem Krieg ihrer Jugend beraubt werden. Es erklingt sehnsuchtsvoll hier die Elektro-Gitarre als "Paul´s Instrument", ein in die Zukunft weisendes Instrument, dass bewusst so als seiner Zeit unbekannt, als visionäre Zukunft, eingesetzt wird.

Nervöse Holzbläser-Läufe karikieren die die Soldaten, die auf Befehl von Himmelstoß Latrinen reinigen und die schmutzigen Abwässer über dessen Stiefel ausschütten. "Das setzt Festung" - diese Drohung führt zur Gegendrohung, über den Unteroffizier auspacken zu wollen.

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Bild 3

Junge, kindliche, eingezogenen Rekruten treten auf. Kat teilt ihnen weiße Bohnen aus.

Das Orchester greift wieder die Marschmusik aus Bild 1 auf, verfremdet diese aber. Über sie entfaltet sich der Dialog Müller, Kat, Rekruten. Wieder ist dieser eingewebt in den instrumentellen Choral "Oh Welt ich muss dich lassen", denn das ist die Zukunft dieser Kinder.

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Bild 4

"Heute gibt es Kattun" - Paul und seine Gefährten erleben die erste Schlacht.

Über dem vom Orchester und der "overdrived" E-Gitarre hintergründig und bedrohlich (im doppelten Sinne des Wortes) angedeuteten Choral "Gott ist gegenwärtig" entfaltet sich in sparsamer, verinnerlichter Dramatik die existentielle Angst, einem Gefecht auf Tod und Leben ausgesetzt zu sein.

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Bild 5

Nach dem expressiven Bild 4 folgt hier eine scheinbar himmlisch verklärte Friedensmusik. Die ersten Takte von "Maria durch ein Dornwald ging" bilden die musikalische Substanz, chorisch und als Kanon in den Streichern gesetzt, auf dem sich Gesprächsfetzen um den Frieden ranken.

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Bild 6

Die einführenden Streicherakkorde knüpfen an Pauls Selbstreflexion Bild 2 an, aber sind in dissonanten Akkorden gehalten. Erfährt Paul sich und seine Kameraden als wütende Tiere, so steht diese Einsicht in scharfen Kontrast zur atonalen 12tonigen Stimmführung, die für eine abstrakte Ordnung zu sorgen scheint, wo nur noch Terror herrscht.

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Bild 7

Ein zentraler Knotenpunkt: Paul und "die Frauen". Die Szene vor dem Zirkusplakat, die Erinnerung an die Begegnung mit den drei Frauen, die reale Begegnung mit Mutter und Schwester ... der Tango-Rhythmus durchzieht diese Szenen, die sich teils enharmonisch auflösen und verweben, um dann der harten Realität zwischenmenschlichen Lebens im Krieg weichen zu müssen.

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